In Deutschland, wo das Paar lebt und sich in Behandlung begab, ist es nicht möglich, sich mit dem Samen nicht offener Spender – die auch No ID release-Spender genannt werden – behandeln zu lassen. Doch dem Paar war bereits seit den allerersten Gesprächen über eine mögliche Samenspende klar, dass es sich für einen offenen Spender entscheiden würde. Hayley hatte ihren eigenen Vater viele Jahre lang nicht gekannt. Sie lernte ihn zum ersten Mal kennen, als sie 14 Jahre alt war. Leider starb er nur drei Jahre später.
„Wir wollen nicht, dass unsere Tochter uns eines Tages fragt, warum wir uns nicht für einen offenen Spender entschieden haben. Für uns ist es wichtig, dass sie die Chance hat, mehr über ihre Herkunft zu erfahren“, sagt Hayley Schönberg.
Nach einer emotionalen Achterbahnfahrt ud dubiosen Internetbegegnungen wurden Katja und Hayley Schönberg an einem Wintertag im Februar Eltern der kleinen Emmi. Und wenn sie auf dem Weg zum Elternsein eines gelernt haben, dann ist es die Kunst, geduldig zu bleiben:
„Das waren wir nicht. Und aus schierer Verzweiflung hätten wir beinahe eine völlig falsche Entscheidung in Sachen Samenspender getroffen. Es ist so wichtig auf sein Bauchgefühl zu hören. Kommuniziert mit eurem Partner und unterstützt einander. Es gibt so viele riesige Entscheidungen, die ihr gemeinsam treffen müsst. Und gebt nicht auf.“










